Metal ohne “loudness war”

Ich habe hier schon von einem Lichtblick im “loudness war” gesprochen, da mich die neue Auflage von Napalm Deaths Klassiker Scum begeisterte. Mittlerweile habe ich mir bei dem englischen Label Earache Records auch From Enslavement to Obliteration von Napalm Death und Heartwork von Carcass zugelegt. Die beiden Alben wurden ebenfalls von Earache als “Full Dynamic Range Edition” neu aufgelegt.

Es macht einfach Spass diese Alben in ordentlicher Lautstärke auf einer halbwegs vernünftigen Anlage zu hören. Ich habe zwar nur zwei Heco Victa 501 an einem Denon PMA 520-AE, welcher die Musik vom Laptop über einen Pro-Ject USB-DAC erhält, also günstiges Equipment das HiFi-Fans nicht anfassen würden, aber bereits damit bemerkt man einen deutlichen Unterschied. Da nicht alles kontinuierlich auf voller Lautstärke wiedergegeben wird entfalten laute Stellen (z.B. Bass-Drum des Schlagzeugs) ihre volle Wirkung und klingen kräftig, druckvoll. Bei überkomprimierten Alben wirken diese Stellen eher schwach, da sie relativ zum Rest des Liedes eben nicht mehr lauter sind.

Ich habe in Hancoque’s Blog auch noch eine schöne Erläuterung zum Thema “loudness war” gefunden, die auch mit Hörbeispielen zum Vergleich aufwartet. Weiter hat er dort auch mögliche Gründe für den “loudness war” seitens der Musikindustrie ersonnen. Die beiden Beiträge sind auf jeden Fall lesenswert.

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